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Alles Wissenswertes über Decoder, Sound-Decoder, Funktions-Decoder, Zubehör-Decoder

 

FEATURES - eine Liste für Alle.       ZIMO Lok-Decoder sind untereinander funktionell weitgehend identisch:

ALLGEMEINES:

- DCC-Adressen 1 ... 10239, Verbundadressen 1 ... 127, MM-Adressen 1 ... 80, Funktionen F0 ... F12 ( .. F20 für Sound),

- 14, 28 oder 128 (externe) Fahrstufen, 256 oder 1024 interne Stufen,

- Programmieren der CVs im "service mode" (am Programmiergleis) und im "operational mode",

- ungestörter Fahrbetrieb (ohne Decoder-Reset und -Neustart) bei Kontaktunterbrechungen bis 1 oder 2 sec (wirksam auch ohne externen Energiespeicher),

- automatisches Vermeiden des Anhaltens auf stromlosen Schienenstücken - Weichenherzen, Schmutz (wirksam, wenn externer Energiespeicher vorhanden),

- DC-Analogbetrieb mit automatischer Erkennung, wahlweise ungeregelt oder geregelt,

- AC-Analogbetrieb (einschließlich Märklin Überspannungsimpuls zur Richtungsumkehr) mit den Decodern MX630, MX631, MX632, MX642.

- Update-fähige Software: Neue Software-Versionen werden ohne Öffnen der Lok geladen, mit Hilfe des ZIMO Decoder-

  Update-Gerätes MXDECUP, des Zentral-Fahrpultes MX31ZL oder des Basisgerätes MX10; vom Computer her über ZIRC

  (das "ZIMO Rail Center") oder direkt aus dem USB-Stick (über MX31ZL oder MX10).

 

SICHERHEIT:

- Überstromschutz für alle Ausgänge, Übertemperaturschutz, Details siehe i   unter "Dauerstrom" und "Spitzenstrom",

- Schutz gegen Überspannungs-Spitzen der Motor-Induktivität durch Supressor-Dioden,

- Spannungsfestigkeit 40 V (MX621), 50 V (MX630,MX631,MX632, MX642), 24 V (MX640, MX69, MX690),

- bedrahteten Typen umhüllt mit feuerfestem, isolierendem, transparentem Schrumpfschlauch (z.B. MX630, MX630R, MX630F, aber nicht MX630P).

 

MOTORSTEUERUNG - und REGELUNG:

 

- geräuscharme Hochfrequenz-Motoransteuerung, wahlweise mit 20 oder 40 kHz (MX621: 32 kHz),

- geeignet für alle DC-Motoren und Glockenanker-Motoren (Faulhaber, Maxxon), mit Zusatzdioden auch AC-Motoren,

- auch für  "schwierige Fälle" wie Fleischmann-Rundmotor, oder alte, nur niederfrequenz -taugliche Motoren,

- und für C-Sinus und Softdrive-Motoren in Märklin- und Trix-Fahrzeugen (C-Typen mit 21-poliger Schnittstelle),

- ZIMO Motorregelung mit Selbst-Optimierung und zahlreichen Einstellmöglichkeiten zur manuellen Optimierung,

- Geschwindigkeitskennlinie wahlweise Dreipunkt- oder frei-programmierbar in 28 Stufen (laut Norm),

- km/h-Steuerung (pro Fahrstufe 1/2 km/h, 1 km/h oder 2 km/h)  als Alternative zur konventionellen Fahrstufen-Steuerung,

- einstellbare Maßnahme zum Ausgleich des Getriebeleerganges bei Richtungsumkehr zur Vermeidung des Anfahrrucks,

- ZIMO Beschleunigungseinstellungen („normgemäß“ laut Norm, zusätzlich „exponentiell“ für weiches Anfahren/Anhalten,  „adaptiv“ gegen Anfahrruck),

- Rangiertaten-Funktionen (Halbgeschwindigkeit, Reduktion oder Abschaltung  der Anfahr-/Bremszeit, wahlweise durch F3, F4, oder MAN),

 

FUNKTIONEN und FUNKTIONSAUSGÄNGE:

 

- volles NMRA Function mapping für F0 - F12, sowie ZIMO Erweiterungen (richtungsabhängige Zuordnungen, Schweizer Lichtsystem, u.a),

- Dimmen, Blinken, amerikanische (Mars, Ditch, Strobe, ...) und andere Lichteffekte (Soft Start, Bremslicht, Flackern, autom. Zeitabschaltung, ..),

- Fernlicht-/Abblendlicht-Umschaltung per Funktionstaste,

- zeitbegrenzte Kupplungsansteuerung für Krois und Roco und „Entkuppel-Walzer“ (automatisches Andrücken zur Hakenentlastung und Abrücken),

- SUSI-Schnittstelle je nach Typ an Löt-Pads, am PluX-Stecker (MX630P) oder am 21-poligen Stecker (MX631D, MX632D, MX640D, MX642D),

 

ZUGBEEINFLUSSUNG und RÜCKMELDUNG:

 

- Bremsstrecken DC, ABC (Anhalten über asymmetrisches DCC-Signal), „Märklin-Bremsstrecke",

- ZIMO „signalabhängige Zugbeeinflussung“ (HLU) mit Geschwindigkeitslimits in 5 Stufen und "Halt vor dem roten Signal",

- ZIMO Zugnummernerkennung in Verbindung mit ZIMO Digitalsystem und ZIMO Gleisabschnitts-Modulen,

- konstanter Bremsweg in zwei Verlaufsvarianten (Bremsung beginnt entweder immer sofort, oder umso später, je kleiner aktuelle Geschwindigkeit),

- RailCom: km/h Rückmeldung, CV "on-the-main" Auslesen und bestätigtes Programmieren, RailCom Adressrückmeldung,

  viele weitere RailCom Anwendungen sind eingeplant in zukünftigen Software-Versionen.

 

SOUND:

 

- Laden der Sound-Projekte ähnlich (mit gleicher Ausrüstung) wie Laden neuer Software-VErsion (SW-Update, siehe oben),

- Abspielrate 22 kHz (meistens verwendet) und 11 kHz, bis 4 Sound-Kanäle werden gleichzeitig wiedergegeben (z.B. Dampfschläge, Luftpumpe, Pfiff, ...),

- Synchronisierung der Dampfschläge wahlweise durch Anschluss eine Achsdetektors (mechanisch. LED, Hall) oder durch

- simulierten Achsdetektors, sowohl für den Sound als auch für die Rauch-Ventilator-Steuerung,

- Beschleunigungs- und Belastungsabhängigkeit; automatisch durchführbare Messfahrt zur Einjustierung der Lastabhängigkeit,

- u.v.a, siehe ZIMO Sound Data base, Betriebsanleitungen, usw.

 

   „RailCom“ ist ein Markenzeichen der Lenz GmbH

 

WELCHER ist der Richtige ?     Natürlich immer ein ZIMO Decoder, aber es gibt viele Typen und oft mehrere Möglichkeiten:    

 

Allgemeiner Hinweis: Trotz aller Schutzmaßnahmen (gegen Temperatur, Überstrom, Überspannung): Decoder sind nicht unzerstörbar; beispielsweise gibt es kaum praktikabele Mittel gegen Kurzschlüsse zwischen Pluspol und Schiene oder Motor und Schiene; und es gilt das „unumstößliche Gesetz“: Der GRÖSSERE Decoder ist der ROBUSTERE Decoder.

Diese Relation gilt freilich nur zwischen Decodern, die unter derselben Entwicklungsphilosophie entstanden sind. Durchaus möglich ist es hingegen, dass ein kleinerer Decoder des Herstellers A (und vor allem Z …) robuster ist als ein größerer des Herstellers B.

DAHER: Einen Miniatur-Decoder verwendet man, wenn der größere Typ nicht in die Lok passt (oder der Einbau zu schwierig wäre), und nicht etwa weil man ihn schon gewöhnt ist oder weil er zufällig gerade billig zu bekommen ist. Die Gewohnheit dürfte übrigens bei ZIMO Decodern sowieso keine Rolle spielen, weil die funktionelle Ausstattung der verschiedenen Decoder identisch ist.

 

Für kleinste Spuren (N, TT, H0e, ..):

 

Natürlich ist hier die Familie MX621 (bzw. bis zu deren Erscheinen MX620) prädestiniert; welcher der 4 Typen passt, ergibt sich aus der Ausstattung der Lok.

 

- Wenn 6-polige Buchsenleiste (nach NEM651) in der Lok vorhanden:  MX621N in Ausnahmefällen MX621F (wenn der in der Norm vorgeschriebene Einbauraum unmittelbar beim Stecker nicht vorhanden ist).

- Wenn 8-poliger Steckverbinder (NEM652) in der Lok vorhanden: MX621R.

- Wenn überhaupt kein Steckverbinder in der Lok: MX621.

Spezialfälle:

 

- Mehr Funktionsausgänge notwendig, mehr Motorstrom, u.ä.: Dann ist die logische Alternative der MX630, der auch in viele N- und TT-Loks hineinpasst !

 

Für Spur H0 – ohne Sound:

 

Hier stellt sich zunächst die Frage, ob die neue ZIMO Technik zur Anschaltung eines Energiespeichers genutzt werden soll (Info dazu siehe weiter oben).

-         Wenn nein (also kein Interesse an Energiespeicherung): MX630 (der geeignete Typ je nach Anschlussart, siehe unten) lässt sich fast in jede Lok  problemlos einbauen. Die Leistung ist auch fast immer ausreichend; die etwas geringere Belastbarkeit gegenüber dem  MX631 spielt selten eine Rolle. Falls die Lok eine 21-polige „MTC“ Schnittstelle besitzt, kommt allerdings die Familie MX630 nicht in Frage, sondern nur MX631 in Form des MX631D.

 

-         Wenn ja (also die Möglichkeit zur Energiespeicher-Anschaltung gewünscht): ein Vertreter der Familie MX631 passt in den allermeisten Fällen; der konkrete Typ innerhalb der Familie (MX630, MX631) ergibt sich aus der Ausstattung der Lok:

             Wenn kein Steckverbinder in der Lok, sondern alles handverdrahtet werden   muss: MX630 bzw. MX631.

- Wenn 8-poliger Steckverbinder (NEM652) in der Lok vorhanden: MX630R bzw. MX631R.

- Wenn 6-polige Buchsenleiste (NEM651) in der Lok vorhanden:  MX630F bzw. MX631F.

- Wenn 21-poliger „MTC“ Stiftleiste in der Lok vorhanden: MX631D.

- Wenn es sich um eine Märklin - oder Trix - Lok mit 21-poliger „MTC“ Stiftleiste handelt (meistens mit C-Sinus, Softdrive): MX631C

- Wenn PluX Buchsenleiste (16-polig oder 12-polig) in der Lok vorhanden: MX630P

Spezialfälle:

- Zuwenig Platz für MX630: für solche Loks wird MX621 verwendet, in diesen Fällen ist üblicherweise der Strombedarf gering.

- Mehr Motorstrom, z.B. für 2-motorige Loks: MX632 anstelle MX630, MX631; es gibt die gleichen Anschluss-Typen wie bei MX631.

- Mehr Funktionsausgänge: MX632 oder MX642 (der Sound Decoder hat neben Sound auch mehr Ausgänge, sogar mehr als MX632).

- Niederspannungsversorgung für Lämpchen, Servos, o.ä.: MX632V (1,5 V), MX632W (5 V) bzw. MX632VD, MX632WD.

Für Spur H0 – mit Sound:

Hier gibt es die Auswahl zwischen den Familien MX640 und MX642. MX642 ist aus dem MX640 hervorgegangen, indem einige Bereiche optimiert wurden, und die Energiespeicher-Anschaltung hinzugefügt wurde.

Der MX640 ist ein besonders preisgünstiger Sound Decoder, und hat mit 1,2 A Motorstrom, 6 „normalen“ Funktions-Ausgängen und 5 LED-Ausgängen, 1,1 Watt Audi-Leistung, auch bereits eine sehr gute Ausstattung.

Der MX642 ist etwas teurer (aber noch immer günstig im Umfeld), und ist in vielen Punkten noch besser: 3 Watt Audio-Leistung, besonders robust durch Spannungsfestigkeit bis 50 V und hochwirksamen ESD-Schutz, Energiespeicher-Anschaltung, 8 „normale“ Funktions-Ausgänge und 2 LED-Ausgänge (insgesamt ein Ausgang weniger als MX640). Der MX642 hat trotzdem geringere Abmessungen als der MX640 (entspricht und unterschreitet damit einen „Industrie-Standard).

- Wenn kein Steckverbinder in der Lok, sondern alles handverdrahtet werden muss: MX640 bzw. MX642.

- Wenn 8-poliger Steckverbinder (NEM652) in der Lok vorhanden: MX640R bzw. MX642R.

- Wenn 6-polige Buchsenleiste (NEM651) in der Lok vorhanden:  MX640F bzw. MX642F.

- Wenn 21-poliger „MTC“ Stiftleiste in der Lok vorhanden: MX640D bzw. MX642D.

- Wenn es sich um eine Märklin - oder Trix - Lok mit 21-poliger „MTC“ Stiftleiste handelt (meistens mit C-Sinus, Softdrive): MX640C bzw. MX642C.

Für Spur 0 – ohne Sound:

Die Spur 0 ist eine Baugröße zwischen den „kleinen Spuren“ (N … H0) und der eigentlichen Großbahn (G, 1, ..). Demgemäß kommen sowohl die „größeren der kleinen Decoder“ als auch echte Großbahn-Decoder in Betracht. Der MX632 ist bereits sehr leistungsstark und wird für "Normale" Spur 0 - Loks ausreichend sein; ein Großbahn-Decoder MX69 hat natürlich noch mehr Reserven und sollte für schwere Loks, die noch dazu häufig schwere Züge ziehen sollen, bevorzugt werden.

Oft sind Spur 0 - Loks mit einem 21-poligen Steckverbinder ausgestattet: in diesen Fall kann auf komfortable Art nur der MX632D eingesetzt werden. Bei Fahrzeugen, die vollständig handverdrahtet werden müssen ist ein MX69S oder MX69V (eventuell zusammen mit einem Schraub-Adapter) die bequemere Lösung.

In beiden Fällen gibt es Varianten mit Niederspannung 1,5 V oder 5 V für Funkionen: MX632V, W, VD, WD bzw. MX69V1 und MX69V5.

Für Spur 0 – mit Sound:

Auch hier kommen wahlweise Typen aus der Welt der kleinen Spuren - also MX642, und aus dem Großbahn-Bereich - also MX690 in Frage. Da der MX640 nicht so stark belastbar ist wie der Sound-lose Typ MX632 (siehe oben), besteht hier mehr Tendenz zur Großbahn-Lösung, also zum MX690, natürlich ausgenommen kleine Loks, wo die Platz-Situation keine Wahl erlaubt (und der Stromverbrauch sowieso kleiner ist), oder eine 21-polige Schnittstelle vorhanden ist, die nach dem MX642D verlangt (diese sollten auch relativ stromsparend sein, weil diese Art der Steckverbidnung an sich nur für 1 A zugelassen ist.

Niederspannung  in größerem Ausmaß (bis 0,5 A) für Funktionen können unter den Sound-Decodern nur die Großbahn-Typen bieten:  MX690V1 (1,5 V) bzw. MX690V5 (5 V); falls nur Bedarf für 5 V und max. 200 mA besteht, ist diesbezüglich aber auch der MX642 geeignet.

Für Großbahnen:

Hier ist die Auswahl einfach: meistens wird Sound gewünscht: also MX690. In einigen wenigen Fällen wird die Nicht-Sound-Version MX69 bevorzugt, um über die SUSI-Schnittstelle einen fremden SUSI-Soundmodul anzuschließen.

Je nach Bedarf für die Niederspannung (1,5 V oder 5V) wird der entsprechende MX690V1 oder MX690V5 verwendet; wenn der Sound "besonders laut" sein soll, die Versionen mit Enhancement-Platine, meistens MX690SEX oder MX690VEX.

 

LOK-DECODER :

    

 N, H0e, TT, (H0), .. TT, H0, ... H0, (0), ... H0, 0, (G),  ... H0, (0), ... H0, (0), ... 0, G, 1, 2 0, G, 1, 2

 Miniatur Standard Höhere Leistung Hochleistung H0 SOUND H0 SOUND Großbahn Großbahn SOUND DECODER-FAMILIEN und Typen (nach Anschlussarten)

 

TYPENÜBERSICHT:

 MX621

MX621, .R, .F, .N

 MX630

MX630, .R, .F, .P16

 MX631

MX631, .R, .F, .D, .C

 MX632

MX632, .R, .F, .D, .C, .V, .VD, .W, .WD

 MX640

MX640, .R, .F, .D, .C

 MX642, 643

MX642, .R, .F, .D, .C

MX643P16, ..P22

 MX69 MX690

 

Kurz-Charakteristik der Decoder-Familien:

MX621:  Der ideale Decoder für kleinste Spuren und bei Platzmangel. Trotz Miniaturisierung

funktionell identisch mit den größeren Typen (MX630, ..); nur Servo-Ansteuerung, SUSI und 

einige Effekte sind nicht vorhanden (wofür bei sehr kleinen Loks sowieso kein Bedarf bestünde).

MX630:  Das "Volumen-Modell" für H0 unter den ZIMO Decodern, bedrahtet oder PluX16. Großzügig ausgestattet (6 vollwertige, insgesamt 8 Ausgänge für Funktionen), viel Speicherreserve für kommen-

de SW-Updates (neue RailCom-Features u.m.), für einen Standard-Decoder sehr platzsparend.

MX631:  Als MX631D der ZIMO Standard-Decoder für die 21-polige Schnittstelle,

in den bedrahteten Varianten ähnlich MX630, aber höhere Belastbarkeit, und außerdem

das Plus: Anschlüsse für externen Energiespeicher (Kondensatoren) gegen schlechten Kontakt.

MX632: höchste Belastbarkeit in den Dimensionen eines Kleinspur-Decoders, ansonsten ähnlich MX631 (bedrahtet oder 21-polige, Energiespeicher-Anschaltung), aber außerdem

das Plus: Niederspannungsquelle (1,5 bzw 5 V) für Funktionen in den Ausführungen (V, W).

MX640: Sehr flexible Sound-Funktionalität, ZIMO-eigene und Partner-Sound-Projekte zum Download von der ZIMO Sound Database, zum Bearbeiten über ZIRC und ZSP, "nebenbei" die größte Anzahl an Funktions-Ausgängen (11) für Kleinspur, Fahrbetrieb wie MX630, 631.

MX642: Das Spitzenprodukt unter den Kleinspur-Sound-Decodern - entwickelt aus dem bewähr-ten MX640: dreifache Audio-Leistung (an 3 Ohm oder 3 x 8 Ohm), reduzierte Abmessungen, und

das Plus: Anschlüsse für externen Energiespeicher, besonders wichtig für ungestörten Sound.

                MX643: Funktionell identisch wie MX642, aber für PluX-Schnittstelle (Typen mit 16- und

                 22-polige PluX-Stiftleisten).

MX69: Großbahn-Decoder mit hoher Leistung, vielen Funktions-Ausgängen (bis 14), Servo-Ausgänge (4) zusätzlich, Servo-Versorgung (5 V) oder Niedervolt (1,5 V oder 5 V) in der Version MX69V, SUSI-Stecker, durch Bodenplatte und isolierten Kühlkörper unkritische Monatage.

MX690: Sound-Technik wie MX640, viele speziell für MX690 aufbereitete Projekte (RhB in Spur G, div. PIKO-Loks, amerikanische Fahrzeuge, ..) in der ZIMO Sound Database. Alle Fahr- und sonstigen Funktionen vollständig vom MX69 übernommen.

mit Enhancement: Die ERgänzungsplatien (in 8 Versionen) erhöht die Ausi-Leistung auf bis zu 10 W, und beinhaltet kleine interne Energiespeicher (getrennt für Fahren und Sound) und die direkte Anschalte-Möglichkeit für große externe Energiespeicher (Kondensatoren).

                 

Abmessungen:

Die Abmessungen der ZIMO Decoder entsprechen den in NMRA-DCC-Standards (RP 9.1.1) und/oder NEM festgelegten Werten oder unterschreiten diese, soweit es solche Standards gibt; dies ist für die Ausführungen mit integrierten Steckverbindern der Fall: 

- MX620 entspricht der RP 9.1.1 für Decoder mit "small interface",

- MX630 entspricht der RP 9.1.1 für Decoder mit "PluX16 interface,

- MX630P entspricht der RP 9.1.1 für Decoder mit "PluX16 interface,

- MX631D, MX631D, MX640D entsprechen den Decodern mit  "21-pin-connector"

  (jeweils in Bezug auf die Baugrößen ohne Sound bzw. mit Sound).

 

Dauerstrom Motor (= Total):

Der "Dauerstrom" gibt die mögliche Belastung des Motorausganges bzw. des gesamten Decoders ("Total") an, wobei durchschnittliche Umgebungsbedingungen vorausgesetzt werden. Limitierend auf den Dauerstrom wirkt die Erwärmung des Decoders; der eingebaute Temperatur-Sensor sorgt bei ca. 100 o C Platinen-Temperatur für die Abschaltung der Verbraucher; im Gegensatz zum "Spitzenstrom" (siehe unten), bei dessen Überschreiten der Strom-Sensor aktiv wird.

 

Anzeige der Überlastung (= Übertemperatur) des Decoders durch Blinken der Stirnlampen in schnellem Takt (ca. 5 Hz); die Wiedereinschaltung des Motors erfolgt automatisch nach Abkühlung um ca. 20 o C (Hysterese).

 

Die Angabe eines Maximal-Dauerstromes ist eigentlich eine Vereinfachung, wiewohl bei allen Decoder-Herstellern üblich, weil eine wirklich korrekte Spezifikation enorm umfangreich und kaum verständlich wäre. Einfluss auf den tatsächlich möglichen Dauerstrom haben u.a.:

 

- die Schienenspannung; je höher, desto mehr Verlustwärme, desto geringer der mögliche Strom ("normal" für H0 ca. 16 V),

      dieser Effekt ist aber auch von Decoder-Typ zu Decoder-Typ unterschiedlich stark ausgeprägt, z.B. bei MX620, MX630

      stärker, bei MX621 weniger, beim MX630 kaum, ....

- Bauart des Motors; niederohmige Wicklungen belasten mehr, externe Energiespeicher-Kondensatoren verringern diesen

  Verlust; siehe unten !

- Zustand des Motors, schlechte Schmierung erhöht natürlich die Belastung (dies tatsächlich durch den erhöhten Strom),,

- Lufttemperatur im Lok-Inneren, Wärmekontakt zu heißen Teilen (Motor, ungünstig) oder kühlen Metallteilen (günstig).

 

Erfahrungsgemäß reicht aber für eine "normale" H0-Lok neuerer Bauart der "normale" Decoder MX630 praktisch immer, auch wenn dieser auf "nur" 1,0 A spezifiziert ist. Für besondere Fälle wie häufiges Befahren vielstöckiger Zugwendeln mit langen Zügen, oder für ältere zweimotorige Fahrzeuge könnten die stärkeren Versionen MX631 oder MX632 ratsam sein.

 

Für Spur 0 sollte jedenfalls die stärkere Ausführung, also MX632 bevorzugt werden (außer bei Platzmangel in sehr kleinen Loks), auch wenn es sich nominell vielleicht mit 1,2 A (MX631) oder 1,0 A (MX630) ausgehen würde. 

 

ZIMO Decoder sind für begrenzte Zeit stark überlastbar (um 50 bis 100 %, bis zum "Spitzenstrom", siehe unten). Wie lange die Zeitspanne in der Praxis ist, hängt wiederum von der Erwärmung und damit von allen oben genannten Einflussfaktoren ab. In durchschnittlichen Fällen ist der "Spitzenstrom" ca. 20 bis 30 sec möglich (wenn der Decoder nicht schon vorher knapp an der Grenze gearbeitet hat), Stromstärken im Zwischenbereich von Dauer- und Spitzenstrom sind natürlich länger zulässig, meistens einige min. Damit sind die üblichen Steigungen auf einer Modellbahn trotz eines gewissen Überstroms zu überwinden; auf der darauf folgenden Abfahrt kühlt der Decoder wieder aus...   

 

 Spitzenstrom (ca. 20 sec):

  

Während (siehe oben) der "Dauerstrom" eine Sache des langfristigen Wärme-Haushalts im Decoder ist, gibt der "Spitzenstrom" jene Schwelle an, wo der Stromverbrauch an sich (auch bei hypothetischer perfekter Kühlung) die Belastungs-Grenze darstellt. Das heißt nicht, dass ein geringfügiges Überschreiten des Spitzenstromes die sofortige Abschaltung bewirken würde; vielmehr gibt es auch hier noch einige Sekunden oder Millisekunden der tolerierten Überlastung; je näher der Strom am vollen Kurzschluss-Strom ist, desto schneller die Abschaltung. Die wirklich schnellst-mögliche Abschaltung (beim nächsten 20 kHz Stromimpuls) erfolgt bei Erreichen des als Kurzschluss-Strom geltenden Wertes, der je nach Decoder-Typ zwischen 4 A und 10 A liegt.

 

Die obigen Ausführungen gelten für moderne ZIMO Decoder, die ein sehr ausgeklügeltes Verfahren anwenden, um nicht überflüssige Abschaltungen zu produzieren, und trotzdem sicher zu sein; einfache und billige Decoder (anderer Hersteller) haben oft nur eine simple Schwellwert-Abschaltung.

 

Im Falle der Motor-Abschaltung wegen Überschreitung des Spitzenstroms oder Kurzschlusses erfolgt eine automatische Wieder-Einschaltung nach ca. 3 sec, aber keine Anzeige (also keine blinkenden LEDs wie bei Abschalten wegen Übertemperatur); im Rahmen von RailCom sind entsprechende Alarm-Meldungen auf das Fahrgerät vorgesehen.

     

"Normale" Fu-Ausgänge:

ZIMO Decoder haben unterschiedliche Arten von Ausgängen, wobei es zwischen den Decoder-Familien Unterschiede bezüglich des Vorhandenseins, der Anzahl und der Belastbarkeit gibt:

- die "normalen" Funktions-Ausgänge, wie es sie in Decodern aller Fabrikate gibt, das sind (technisch gesprochen) "open-collector" oder "open-drain" Ausgänge, an welche Stirnlampen, sonstige Lampen, Raucherzeuger, Entkupplerspulen und sonstige Einrichtungen angeschlossen werden, wobei der jeweils zweite Anschluss des Verbrauchers

- mit dem "gemeinsamen Pluspol" des Decoders (blauer Draht) verbunden wird, oder

- mit dem Ausgang "Niederspannung" (violetter Draht), falls der Decoder einen solchen hat (MX632V, MX632W, MX690V);

- es ist auch möglich, den zweiten Anschluss eines Verbrauchers mit der linken oder der rechten Schiene zu verbinden

  (in manchen Fahrzeuge ist dies durch das leitende Chassis, wo Lämpchen eingesetzt sind, zwangsläufig der Fall), wobei

  der Verbraucher in diesem Fall nur die halbe Zeit (bei symmetrischen DCC Schienensignal) von Strom durchflossen wird,

  also z.B. ein Lämpchen mit reduzierter Helligkeit leuchtet.

 

"Logikpegel"-Ausgänge

"Logikpegel"-Ausgänge, auch "unverstärkte" Ausgänge oder "logic level" genannt; diese stellen am Anschluss einen Spannungspegel (0V für "aus", 5 V für "ein"), über einen internen Schutzwiderstand 10 K zur Verfügung (also max. 0,5 mA Ausgangsstrom), welcher durch externe Verstärkung nutzbar gemacht werden kann; dies erfolgt meist im Selbstbau, aber es gibt auch den M4000Z dafür; siehe Betriebsanleitung der Decoder.

 

Die "Logikpegel" Ausgänge benützen meistens gemeinsame Anschlüsse mit den Servo-Steuerleitungen (siehe unten) und/oder mit den SUSI Clock und Data. Diese Anschlüsse sind daher nur alternativ für die eine oder andere dieser Anwendungen einsetzbar, wobei die Entscheidung darüber in der CV # 124 (Bit 7, SUSI oder "Logikpegel") und den CV's # 181, 182 (Verwendung für Servos) erfolgt; siehe Betriebsanleitung.

 

 Ausgänge für Servo-Steuerleitungen:

 

Ausgänge für Servo-Steuerleitungen; damit können handelsübliche Servos (Graupner, Robbe, usw.) angesteuert werden, wofür verschiedene Betriebsarten sowie Endstellungen, Umlaufzeiten, u.a. in den CV's 161 bis 182 bestimmt werden können. Bei Decodern mit Niederspannungs-Ausgang 5 V (MX632W, MX690V5) wird auch die Betriebsspannung für die Servos vom Decoder bereitgestellt; bei MX640 und MX642 ist dies begrenzt der Fall (nur für kleine Servos); ansonsten muss die 5 V -Spannung extern erzeugt werden; siehe Betriebsanleitung.

Die Servo-Ausgänge benützen meistens alternativ die Anschlüsse für die SUSI-Leitungen, wodurch SUSI dann nicht mehr verfügbar sind. Ausnahme sind die Großbahn-Decoder MX69 und MX690, wo Servos eigene (4 in diesen Fällen) Anschlüsse haben, und SUSI einen eigenen Stecker.

 

Strombegrenzung Fu-Ausgang:

 

Aus Gründen der Platzersparnis wird der Ausgangsstrom der Funktions-Ausgänge in Summe erfasst (alle Ausgänge zusammen oder gruppenweise). Der einzelnen Funktions-Ausgang ist kräftig genug ausgelegt, dass er bei Bedarf auch allein den Summenstrom verkraften kann.

Die Abschaltung im Falle eines Überstroms erfolgt nicht unmittelbar, sondern je nach Ausmaß der Überschreitung innerhalb von einigen Zehntelsekunden oder Millisekunden. Dies ermöglicht z.B. den Kaltstart von Glühlämpchen (falls sich dies trotzdem nicht ausgeht, kann der Effekt "Soft start" zugeordnet werden).

 

Logikpegel-Ausgänge:

 

"Logikpegel"-Ausgänge, auch "unverstärkte" Ausgänge oder "logic level" genannt; diese stellen am Anschluss einen Spannungspegel (0V für "aus", 5 V für "ein"), über einen internen Schutzwiderstand 10 K zur Verfügung (also max. 0,5 mA Ausgangsstrom), welcher durch externe Verstärkung nutzbar gemacht werden kann; dies erfolgt meist im Selbstbau, aber es gibt auch den M4000Z dafür; siehe Betriebsanleitung der Decoder.

Die "Logikpegel" Ausgänge benützen meistens gemeinsame Anschlüsse mit den Servo-Steuerleitungen (siehe unten) und/oder mit den SUSI Clock und Data. Diese Anschlüsse sind daher nur alternativ für die eine oder andere dieser Anwendungen einsetzbar, wobei die Entscheidung darüber in der CV # 124 (Bit 7, SUSI oder "Logikpegel") und den CV's # 181, 182 (Verwendung für Servos) erfolgt; siehe Betriebsanleitung.

 

LED-Ausgänge:

 

"LED-Ausgänge" sind eine Sonderform der "Logikpegel"-Ausgänge, d.h. stärker als diese (bis 10 mA) und mit einem LED-Vorwiderstand (330 Ohm) versehen, sodass der direkte Anschluss jeweils einer LED möglich ist, welche gegen den Masse-Pol des Decoders zu schalten ist (nicht gegen den Pluspol wie sonst !); "LED-Ausgänge" sind immer alternativ auch als "Logikpegerl"-Ausgänge (also mit externer Verstärkung) benützbar.

"LED-Ausgänge" besitzen nur solche Decoder, die eine effiziente - wenig Verlustwärme verursachende - Spannungsversorgung (d.h. einen Schaltregler) für den Microcontroller besitzen (3V3 oder 5 V); das sind in der Regel Sound Decoder wie MX640 oder MX642.

 

Servo - Ausgänge:

 

Ausgänge für Servo-Steuerleitungen; damit können handelsübliche Servos (Graupner, Robbe, usw.) angesteuert werden, wofür verschiedene Betriebsarten sowie Endstellungen, Umlaufzeiten, u.a. in den CV's 161 bis 182 bestimmt werden können. Bei Decodern mit Niederspannungs-Ausgang 5 V (MX632W, MX690V5) wird auch die Betriebsspannung für die Servos vom Decoder bereitgestellt; bei MX640 und MX642 ist dies begrenzt der Fall (nur für kleine Servos); ansonsten muss die 5 V -Spannung extern erzeugt werden; siehe Betriebsanleitung.

Die Servo-Ausgänge benützen meistens alternativ die Anschlüsse für die SUSI-Leitungen, wodurch SUSI dann nicht mehr verfügbar sind. Ausnahme sind die Großbahn-Decoder MX69 und MX690, wo Servos eigene (4 in diesen Fällen) Anschlüsse haben, und SUSI einen eigenen Stecker.

 

 

 

SUSI:

Die "SUSI"-Schnittstelle ist an sich ein Relikt an die Zeit, als es noch schwierig war, die Sound-Erzeugung im Decoder selbst unterzubringen (was Platzbedarf und Prozessor-Leistung betraf), und daher eigene Sound-Module eingeführt wurden, welche über die SUSI-Datenleitungen (Clock und Data) vom Decoder gesteuert wurden. Auch weitere Funktions-Ausgänge konnten auf diese Art realisiert werden. Teilweise sind solche Zusatz-Module auch noch viele Jahre später am Markt, obwohl diese Lösung technisch nicht mehr zeitgemäß ist und funktionelle Einschränkungen damit verbunden sind.

Obwohl die ursprüngliche Aufgabe mittlerweile praktisch obsolet ist, besitzen alle ZIMO Decoder funktionsfähige "SUSI"-Anschlüsse (die keine nennenswerten Kosten verursachen), da es in Zukunft durchaus wieder Verwendungsmöglichkeiten dafür geben könnte; diese Leitungen, wenn vielleicht auch mit einem modernen, vermutlich schnellerem Übertragungs-Protokoll, könnten verwendet werden, um eine Kommunikation zwischen Triebfahrzeug (Lok-Decoder) und angehängten Wagen (Funktions- oder Wagen-Decoder) über leitfähige Kupplungen zu ermöglichen.  Ein solcher "Train bus" ist auf den genormten Decoder-Steckern (MTC - 21-polig und PluX) tatsächlich vorgesehen. Eine weitere Verwendung der "SUSI"-Schnittstelle wären die Verbindung mit Umweltsensoren (Neigung, Querbeschleunigung, GPS, ...) und Zugfunk-Modulen oder Balisen-Lesegeräten im Fahrzeug.

 

 Direkter Energiespeicher-Anschluss:

 

Energiespeicherung, in Form eines am Decoder entsprechend angeschalteten Kondensators, zur Überbrückung von Spannungsunterbrechungen und zum Ausgleich von Verbrauchsschwankungen, hat großen Nutzen in mehrfacher Hinsicht; bereits sehr kleine Kondensatoren ab 100 uF zeigen positive Wirkung (siehe Liste unten), größere umso mehr. Teure  Goldcap-Lösungen sind hingegen nicht wirklich notwendig.

Die Verwendung von Energiespeicher-Kondensatoren am Decoder wird von ZIMO schon lange empfohlen (für alle Decoder); allerdings mussten bis 2009 einige Zusatzbauteile (Drossel, Diode,   im Set lieferbar als SPEIKOMP oder SPEIGOMP) rund um den Kondensator verschaltet werden, um störende Effekte beim Programmieren, bei der Zugnummern-Erkennung und bezüglich des "In-rush current" (hoher Ladestrom nach Power-on, der die Zentrale überlasten kann) zu verhindern.

Ab 2010 gibt es ZIMO Decoder, anfangs MX632, kurz darauf auch MX631 und Sound-Decoder MX642, die es ermöglichen, Kondensatoren ohne Zusatzbauteile direkt am Decoder anzuschließen, also wesentlich bequemer und ohne Zusatzkosten.

Die Vorteile der Energiespeicherung durch einen externen Kondensator sind:

 - Vermeiden des Steckenbleibens und des Lichtflackerns auf verschmutzten Gleisen oder Weichen-Herzstücken,

    insbesondere zusammen mit dem (in allen ZIMO Decodern vorhandenen) Software-Feature der  „Vermeidung des

    Anhaltens auf stromlosen Stellen“; im Allgemeinen Kondensator-Werte ab 1000 uF notwenig,

- Verringerung der Erwärmung durch Blind-Verbrauch im Decoder, besonders bei nieder-ohmigen Motoren, wirksam bereits ab einer Kapazität von etwa 220 uF:,

- bei Anwendung der RailCom-Technik: Aufhebung des Energieverlustes durch die „RailCom-Lücke“, Verringerung der RailCom-verursachten Motor-Geräusche, Verbesserung der RailCom-Signalqualität (= der Lesbarkeit), bereits  ab einer Kapazität von etwa 220 uF.

- auch bei der ZIMO "signalabhängigen Zugbeeinflussung" wird der Energieverlust durch die "HLU-Lücke" ausgeglichen.

In den Verpackungen der betreffenden Decoder ist ein kleiner Kondensator (z.B. 220 uF) zum Einstieg in die Energiespeicher-Technik enthalten, weitere und größere Kondensatoren im Elektronikhandel oder von ZIMO.

 

Niederspannung für Fu-Ausgang:

 

Einige Decoder-Typen enthalten eine eingebaute Niederspannungsquelle, fix mit 1,5 V  (V- oder V1-Typen) oder 5 V (W- oder V5 - Typen) oder einstellbar, welche für die Funktions-Ausgänge als alternativer Pluspol, der wahlweise zum Pluspol "blauer Draht") verwendet werden kann, verwendet wird. Die Niederspannungsquelle basiert auf einem effizienten, wenig Verlustwärme produzierenden, Schaltregler. Eine solche Niederspannung dient

- zum Betrieb von Niedervolt-Lämpchen (meistens 1,2 oder 1,5 V) als Stirnlampen und für sonstige Beleuchtungsaufgaben,

- für den Betrieb von LEDs, wobei hierfür die 5 V - Ausführung verwendet wird, und die LEDs über einen Widerstand von beispielsweise 330 Ohm betrieben werden - dadurch wird weniger Energie "verheizt" als wenn die LEDs an der Vollspannung beispielsweise über einen 1K5 - Widerstand betrieben würden,

- für die Versorgung handelsüblicher Servos (5 V), deren Steuerleitungen die Servo-Ausgänge des ZIMO Decoders nutzen.

Die Verwendung der Niederspannungsquelle hat den zusätzlichen Nutzen, dass es sich um eine stabilisierte Spannung handelt, die unabhängig von eventuellen Schwankungen der Schienenspannung konstant bleibt, und die durch Einsatz eines Energiespeicher-Kondensators frei von Einbrüchen bei Kontaktunterbrechungen gemacht werden kann.

 

Schalt-Eingänge:

 

Eingänge sind hauptsächlich für Sound-Decoder wichtig: sie dienen zum Anschluss von Achs-Detektoren (zur achs-synchronen Auslösung der Dampfschläge) oder zur positions-abhängigen Auslösung (durch Reed-Kontakte, ..) von Sound-Funktionen, beispielsweise den Warnpfiff vor dem Bahnübergang.

Hinweis: Die Logikpegel-Ausgänge der ZIMO Decoder (siehe weiter oben) könnten auch als Schalt-Eingänge benützt werden, falls dafür Bedarf besteht und eine entsprechende Software-Version Funktionen mit Schalt-Eingängen unterstützt (beispielsweise positions-abhängige Lichteffekte oder lok-gesteuertes Pendeln). Dies gilt auch für Nicht-Sound-Decoder.

 

Lautsprecher-Ausgang:

 

Einen solchen gibt es naturgemäß nur bei Sound-Decodern. Am MX640 und MX690 können alle 8 Ohm Lautsprecher verwendet werden; davon gibt es eine sehr große Auswahl, einige Typen auch im ZIMO-Lieferprogramm. Für MX642 (Audio bis 3 W) sind auch 4 Ohm - Lautsprecher geeignet, oder 2 bis 3 parallel-geschaltete 8 Ohm - Lautsprecher, ebenso für die MX690 Versionen mit "Enhancement-Platine" (Audio bis 10 W).

Empfehlung: Besonders effizient (d.h. hohe Lautstärke bei kleinem Platzbedarf) sind die beiden Miniatur-Rechteck-Lautsprecher mit integriertem Resonanzkörper LS10X15 und LS8X12 aus dem ZIMO Lieferprogramm. Diese beiden Typen  werden normalerweis in Mobiltelefonen eingebaut, und sind am Markt eher selten erhältlich (insbesondere nicht mit Resonanzkörper).

Ansonsten gilt für den Wahl des Lautsprecher natürlich: je größer umso besser ...., wobei es natürlich auch sehr auf einen fachgerechten Einbau ankommt, also Resonanzkörper oder luftdichtes Lok-Gehäuse als Resonanzkörper, Öffnungen im Gehäuse, usw.

Hinweis: Oft sind in Fahrzeugen 100 Ohm - oder 32 Ohm - Lautsprecher eingebaut, da dies in Vergangenheit von einigen Sound-Decoder-Herstellern wegen der billigen Verstärkerschaltung bevorzugt wurde. Solche Lautsprecher funktionieren natürlich auch am ZIMO Ausgang, sie bedeuten aber einen entsprechenden Verlust an möglicher Lautstärke. 

 

Audio-Ausgangsleistung:

 

ZIMO Sound-Decoder verwenden digitale Audio Verstärker, welche jeweils von einem 5 V - Schaltregler versorgt werden (bzw. 12 V im Falle der Enhancement-Platinen für MX690). Diese Lösung erzeugt einen von Schwankungen der Fahrspannung unbeeinflussten Sound, und ist auch im Analogbetrieb schon früh (eben ab knapp über 5 V) voll verfügbar.

 

Sound-Speicher:

 

Ein Sound-Speicher von 32 Mbit entspricht einer Abspielzeit von 180 sec in der höheren Qualität (22 kHz Sample rate); bzw. 360 sec in der niedrigeren Qualität (11 kHz). ZIMO Sound-Projekte benützen vorwiegend Sound-Samples mit 22 kHz.

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